Grès-Saint-Paul, Syrhus, 2001, AOC Languedoc

Der 2001er war einstmals meine Lieblingswein und für mich das Beste, was je auf Grès-Saint-Paul erzeugt wurde. Umso gespannter war ich, als ich mich entschloss, meine letzte Flasche an Weihnachten zum Hauptgang zu "opfern". Die Nase war expressiv, schwarzbeerig mit Vanille und Röstnoten, doch dann kam die Enttäuschung mit dem ersten Schluck: Holz, Holz und nochmal Holz – keine Frucht mehr, keine Länge. Ich war so enttäuscht, dass ich einen anderen Wein aus dem Keller holte….Allerdings waren zwei "Tischgenossen" (die zugegebenermaßen immer positiv auf deutlich holzgeprägte Weine ansprechen) schlichtweg begeistert. Deshalb muss ich meine Wertung als "eindeutig subjektiv" bezeichnen.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 26/12/2011
Fazit: Sehr subjektiv: 14/20! Aus und vorbei (lag ehemals bei 19 oder 19,5)

Mas Pountil, Authentique, 2007, AOC Languedoc

Sehr eigenständiger Wein aus alten Carignan-Reben; sehr niedriger Ertrag! Tiefgründig in der Nase mit Oliven, Kräutern und Lakritz. Im Mund Blaubeere, wieder Garrigue-Kräuter, Waldboden und im Abgang Lakritz. Phänomenale Länge!

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 22/12/2011
Fazit: Ich liebe diesen Wein (und dieses Weingut)! 17,5/20

Chateau Tour Haut-Caussan, 1996, Médoc

Ist etwas über den Höhepunkt weg und nun etwas schlanker geworden. Macht trotzdem noch Spaß! Zedernholz, schwarze Teeblätter, Lorbeer, Wacholder, Cassis.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 25/12/2011
Fazit: Austrinken! 16,5/20

Grès-Saint-Paul, Antonin, 2009, AOC Languedoc

Dieser Wein polarisiert. Kommt mit 91 Parker-Punkten im Gepäck daher und ist alles andere als ein typischer Parker-Wein. Die Frucht ist sehr konzentriert mit Blaubeere, Holunder und Cassis; dazu kommen animalische Aromen, Lorbeer und eine noch recht feste Struktur. Ich finde den Wein klasse und prognostiziere eine tolle Entwicklung!

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 8/12/2011
Fazit: Nichts für Mainstream-Trinker! 17/20

Grès-Saint-Paul, Romanis, 2008, AOC Languedoc

Tolle Überraschung! Der 2008er Romanis kommt angesichts der Tatsache, dass diese Cuvée in den vergangenen Jahren eine relativ konstante Typizität aufwies völlig ungewohnt daher. Der Nase nach hätte ich gesagt: Bordeaux, aber doch nicht, vielleicht eine Satellitenappellation….Im Mund "kühl" mit Lavendel, Thymian und Lorbeer, dann Brombeere und eine sehr angenehme stützende Säure. Recht elegant und lang.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 23/11/11
Fazit: Bin gespannt, wie er sich weiterhin entwickelt. 16/20