Nach den Jahrgängen 1998 – 2002, die ich alle extrem gut fand, habe ich dem Antonin immer etwas zwiespältig gegenüber gestanden und konnte die recht hohen Bewertungen im Guide Hachette nicht recht nachvollziehen. Der Wein war mir immer etwas zu "mainstreamig"….die extrem hohe Beliebtheit bei unseren Kunden stützt diese Behauptung. Mit diesem 2005er ging es mir zu Beginn wieder so, aber dann fand ich pötzlich Zugang. Irgendwie war ich immer auf der Suche nach den "alten" Antonins, die – wenn auch sehr unterschiedlich – immer sehr markant und kraftvoll waren. Der neue Stil ist "stiller", eleganter und saftiger mit einer weicheren Aromatik. Eigentlich wie ein Bruder des "Romanis" mit Holzausbau. Allerdings gefällt mir persönlich dann der Romanis besser – ebenso wie die "alten" Antonin-Jahrgänge.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 16/6/2006
Fazit: Subjektiv: 15/20, objektiv: 16,5/20

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