Da mir dieses Weingut schon allein der Freundschaft zu Jean-Philippe Servière und seiner Fau Marie-Josèphe wegen sehr am Herzen liegt, war ich regelrecht erleichtert als ich nach dem ersten Schluck sehr begeistert war. Ich hatte mit Jean-Philippe viel über die Jahrgänge 03/04 diskutiert, die mir persönlich zu gefällig und charakterlos waren. Jean-Philippe gab mir durch die Blume immer wieder begrenzt Recht, erwiderte jedoch, dass eben diese Cuvée vor allem in den Jahren 03 und 04 das Weingut "finanziert" hat und somit die Produktion der anderen Cuvées (vor allem Syrhus und Romanis), die viel eigenständiger sind, ermöglicht hat. Trotzdem hat mich das Gefühl nicht losgelassen, dass hinsichtlich des Antonin "noch etwas geht". Ich liebte die Jahrgänge 1998-2002 (vor allem 98, 00 und 02) und war immer auf der Suche nach diesem Antonin. Der 2005er ist anders, aber er hat Gesicht. Schöne balsamische Noten, schwarze Oliven, Karamell, viel Schmelz und ein schönes Finale mit saftigen Tanninen.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 30/8/2008
Fazit: Gefällt mir sehr und ich bin gespannt, wie die Entwicklung weitergeht! 16,5/20

Kommentare sind geschlossen.