Chateau Beauregard, 1994, AOC Pomerol

Nase: Apfel, Orangenschalen, dichte Brombeermarmelade, Quitten, etwas erdige Räuchernoten. Im Mund helle, nicht sehr dichte Fruchtaromen, Marzipan, wiederum rauchige Töne; leider insgesamt vom Tannin dominiert (der Höhepunkt ist deutlich vorbei).
Interessant ist in diesem Zusammenhang die 1995 erstellte Degu-Notiz des Bordeaux-Kenners René Gabriel; ich zitiere:“…offenes, schön ausladendes Brombeerenbouquet. Saftiger, charmanter Gaumen; rollende Gerbstoffe, klar akzentuierte Frucht, guter Rückhalt.
Dieser Beauregard beweist einmal mehr, dass man auf diesem Weingut gewillt ist, einen großen Pomerol herzustellen. Trinkreife: 1999-2009, Bewertung: 17/20“

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 5/8/06
Fazit: Ich glaube, hier ist einmal mehr die Alterungsfähigkeit eines Weins weit überschätzt worden. Meiner Meinung nach geht es bei diesem Beauregerad seit etwa 2003 bergab. Bekommt mit viel gutem Willen noch 15,5/20.

Grange Philippe, AOC, 2003, AOC Languedoc

Immer wieder begeistert mich dieser Wein. Im Stahltank ausgebaut und trotzdem extrem weich und rund mit Unterholznoten, Dörrpflaumen und viel Dichte.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 22/72006
Fazit: Ein Preis/Genuss-Gigant (unter 7 Euro!). 16/20

Grange Philippe, Rosé, 2005, Vin de pays d´Oc

Ein fruchtiger Rosé, der mir etwas zu \“mainstreamig\“ gemacht ist. Auch der Alkohol wurde bewusst in Grenzen gehalten, wohl zugunsten eines leichten Restzuckeranteils.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 26/7/2006
Fazit: Mir haben die vorangegangenen Jahrgänge deutlih besser gefallen, weil sie spritziger wirkten….13,5/20

Domaine des Grecaux Héméra, 2002, AOC Languedoc

Schon in seiner Jugendphase hat der Wein durch eine immens tiefe, schwarze Frucht beeindruckt. Er war marmeladig und fett und trotzdem nicht überladen.
Inzwischen ist er von einer unglaublichen Eleganz geprägt mit leichten Barrique-Aromen, schwarzen Beeren, und einem seidigen Schmelz mit samtweichen Tanninen. Sehr, sehr lang am Gaumen.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 28/7/06
Fazit: Ein Wein, der Gänsehaut macht. Eigenständig, unverwechselbar, hochklassig! Und er wird noch zulegen!
19/20

Grès St.Paul – Antonin, 2000, AOC Languedoc

Hat lange gebraucht, um auf seinem Zenith anzukommen (der 2001er und 2002er waren wesentlich früher zugänglich). Aber das Warten hat sich gelohnt. Tiefdunkle Farbe, dichte saftige Brombeernoten in der Nase. Im Mund unglaublich vielfältig: Wieder Brombeeren, Garrigue-Noten, leicht rosinierend, Birne, Tabak, etwas schwarzer Pfeffer und am Ende reife, elegante Tannine, die dem Wein eine außergewöhnliche Länge geben.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 11/7/06
Fazit: Einer der besten Weine dieses Jahres (Preis/Genuss-Verhältnis:20/20).18/20

Mas des Brousses, 2001, AOC Languedoc

In der Nase Brombeeren, Tapenade, Mandel und trockene Tannennadeln. Im Mund explodieren die Aromen: Marzipan, breites, elegantes Fruchtspektrum und saftige, noch etwas feste Tannine. Unglaubliche Länge und Fülle.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 15/7/06
Fazit: Ein toller Wein, für den ich ohne mit der Wimper zu zucken das Doppelte bezahlen würde. Hat seinen Höhepunkt noch nicht erreicht (ca.2008). 17,5/20

Mas Pountil ,2003, AOC Languedoc

Als großer Pountil-Fan war ich sehr gespannt. Der Wein trägt deutlich die Merkmale des Hitzejahres 2003 und ist noch sehr jugendlich geprägt. Einer vollen pflaumigen Frucht folgt leicht dominierendes, noch etwas rauhes Tannin, das nach Wartezeit im Weinkeller schreit.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 6/7/06
Fazit: Hat ein langes Leben vor sich. Zur Zeit 15,5/20 mit Potential für 17/20

Domaine Fondrèche, Fayard, 2003, AOC Côtes du Ventoux

Bei einem gemeinsamen Abendessen mit Jean-Philippe Servière (Besitzer des Ch.Grès St.Paul) und seiner Frau Marie-Josèphe getrunken. Alle waren begeistert: Diese Cuvée besticht durch Zedernholz, viel Schmelz, große Eleganz und einer schönen Länge.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: Juni 2006
Fazit: Nicht zu unrecht zählt die Domaine Fondrèche seit Jahren zu den Aushängeschildern der AOC Côtes du Ventoux! 16/20

Mas de la Séranne, Rosé 2005, AOC Languedoc

Im Urlaub in Südfrankreich abends zum Apéritif geöffnet. Obwohl ich eher ein Fan von gewichtigen fetter Rosés bin, ging mir dieser sofort auf die Nerven. Keine Frische, keine belebende Säure, stattdessen nur Drops-artige, erdbeerige Frucht.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: Juni 2006
Fazit: Das meiste davon habe ich verkocht! 12,5/20