Cos d`Estournel, 1986, AOC St-Estèphe

Nase: Wildfleich, Blut, Weihnachtsgewürze, dann Himbeere. Im Mund immer noch fette Frucht, viel Komplexität, tolle Tannin-Textur und eine unglaubliche Länge. Wird sicher noch ein paar Jahre leben (im Gegensatz zu den Jahrgängen 90, 91, 92, 93, 94)

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 24/12/2009
Fazit: Das ist Bordeaux der alten Machart: Geschichten-erzählend, schwärmerisch, tief mit Geheimnissen und voll von undurchdringlichen Ebenen, die immer etwas Neues bieten. Schade, dass sich mit dem 90er-Jahrgang und dann noch stärker ab dem Jahrgang 96 ein Trend hin zu uniformen, gefälligen Weinen mit starkem Holzeinsatz etabliert hat.
Dieser 86er Cos ist ein großer Wein: 19/20

Cos d`Estournel, 1991, AOC St-Estèphe

Leicht laktisch mit Butternoten, dann Cassis, allerdings in einer künstlichen, aufgeblasenen Form, die ich z.B. auch vom 91er Phélan-Ségur kenne.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 24/12/2009
Fazit: 91 war extrem schwierig, deshalb bekommt er trotz seiner penetrant-künstlichen Frucht noch 14,5/20

Cos d`Estournel, 1992, AOC St-Estèphe

Aus der Magnum getrunken. Eine totale Überraschung! Marzipan, Kirsche und eine unglaubliche Würze mit Pfeffer, Wacholder und Mokka.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 24/12/2009
Fazit: Ein klasse Wein und für 1992 sensationell! 16,5/20

Cos d`Estournel, 1994, AOC St-Estèphe

In der Nase zuerst schöne Kaffeenoten, dann ein leichter Moderton und deutlicher Barrique-Überhang. Am Gaumen bleibt ein medizinischer Bitterton. Die Frucht ist allerdings ganz schön.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 24/12/2009
Fazit: Wo bleiben die großen Cos-Weine? 14,5/20