Chateau Le Boscq, 2006, AOC Saint-Estèphe

Holz, danach Holz, dann wieder Holz. Bitterstoffe, Adstringenz, Säure, minimal Cassis und etwas Marzipan.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 30/11/2009
Fazit: Für mich ist dieser Wein eine Frechheit! In der Metro bei € 15,50. Selbst für €6,- würde ich ihn nicht kaufen! Ich habe viele junge Bordeaux probiert, dieser erinnert mich an den 1995er, aber schwächer und moderner vinifiziert. René Gabriel gibt ihm 18Punkte…vielleicht hat er vorher Ch. Cos d`Estournel besucht und den Wein noch im Mund gehabt……14/20

Chateau Malescasse, 2006, AOC Haut-Médoc

Da ich schon des öfteren schöne Malescasse Jahrgänge erwischt habe, wollte ich den 06er unbedingt probieren, weil er in der Metro für knapp über 8€ angeboten wurde. Aus dem Glas springt mir neues Holz entgegen, gepaart mit Apfel und schwarzen Teeblättern. Im Mund wiederum Holz, sehr moderne Stilistik, Räuchernoten, recht schlank am Gaumen.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 26/11/2009
Fazit: Ist für den Preis absolut ok. Mir persönlich ist er zu modern/mainstreamig….15/20

Chateau Pérenne, 2005, AOC Premières Côtes de Blaye

Ein der vielen Weine des sich überall herumtreibenden Bernard Magrez (Ch.Pape Clément). Ich finde ihn klasse gemacht. Tolle Struktur und Länge. Eleganz mit Tiefe gepaart. Sehr schöne Tannine, leichte Kaffeenoten, Kirsche, schwarze Teeblätter, Tabak.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 2/10/2009
Fazit: Ein Preis-/Genussknaller. 16,5/20

Mas du Pountil, Gourmandise, 2007, AOC Languedoc

Terrasse du Larzac – Typizität par excellence! Tiefgründig, tintig, saftig, Blaubeere, Eukalyptus, Tannenzapfen, dann wärmere Noten mit viel Würze und Marzipan. Komplex, vielschichtig, kräftig und doch überhaupt nicht plump!

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 19/11/2009
Fazit: Ein ganz eigenständiger Wein. Ich würde locker das Doppelte dafür zahlen! 17,5/20

Chateau Tour Haut-Caussan, 1998, AOC Médoc

Ich habe mir gerade die beiden letzten Notizen angesehen und war ein bisschen traurig, denn die aktuelle Flasche war einfach hinüber. Säure-dominiert, hart und dünn.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 15/11/2009
Fazit: Ich hoffe, von den Flachen, die noch in meinem Keller liegen, ist die ein oder andere noch in einem besseren Zustand! 12/20

Mas Domergue, Font d`Armand 2006, AOC Languedoc

Runde, füllige Frucht, Unterholz, gebratener Speck. Typisch Domergue, wenn auch etwas schlanker als die Jahrgangsvorgänger. Mir ist immer noch ein Rätsel, dass ein Winzer von solcher Klasse "das Handtuch werfen muss". Fakt ist, dass Mas Domergue leider in einer so verwinkelten Gasse liegt, dass nicht einmal ein 7,5-Tonner näher als 100 Meter an das Weingut herankommt.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 9/11/2009
Fazit: Klasse Wein, typisch Domergue. 16,5/20

Grès-Saint-Paul, Romanis, 2006, AOC Languedoc

Nach einer anfänglichen Fruchtphase hat er sich nun zu der Stilistik der "alten" Romanis (1998-2002) hin entwickelt. Er entfaltet eine große Aromenpalette von Fliederbeeren über Schokolade, Lorbeer, Wacholder bis hin zu ledrigen Noten. Kein Wein, der leicht zugänglich ist, aber einer, der nach etwas Sauerstoffkontakt richtige "Geschichten erzählt".

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 1/11/2009
Fazit: 16/20

Domaine Bourdic, Hortalesse, 2003, VdP Côtes de Thongue

Auf den Hortalesse muss man immer eine Weile warten. In seiner Jugend ist er unglaublich schwer zu beurteilen, manchmal wirkt er krautig, fast bizarr. Jetzt ist er wieder ein richtiger Hortalesse (am Beginn seiner Trinkreife). Toller Schmelz, kühle Eleganz, schwarze Kirsche und eine leichte Cabernet-Aromatik (trotz nur 16% Anteil), die Komplexität beisteuert.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 7/11/2009
Fazit: Große Klasse! 18/20

Chateau Maucaillou, 1996, AOC Moulis

Überraschend gut erhalten, allerdings nur 20min.lang bei ca.16Grad. Schöne Zedernholznoten, erdig, Kirsche, Fliederbeeren, etwas Paprika und Pfeffer.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 25/10/2009
Fazit: Nun ist meine letzte Flasche weg! 15,5/20

La Grange Philippe, Costa Santène, 2006, AOC Languedoc

Dieser Jahrgang enthält zum ersten Mal Carignan und das hat den Wein in seiner ersten Phase etwas kantik und schwer zugänglich gemacht. Inzwischen sind diese Noten verschwunden und der Wein ist sehr rund und stimmig mit schwarzen Früchten, etwas Kaffee und Garrigue-Kräutern.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 15/10/2009
Fazit: Ein sehr schöner Alltagswein! 15,5/20