Chateau Vannières, 2002, AOC Bandol

Vorab: Braucht etwa 30min. Luft und darf nicht zu warm werden (max.17Grad)! Wenn man das befolgt, hat man ein außergeöhnliches Wein-Erlebnis. Fein-duftig nach schwarzen Teeblättern, dunklen Früchten und etwas Lakritz. Im Mund sehr komplex mit Krokantaromen, Unterholz und wiederum schwarzen Früchten. Große Eleganz und schöne Länge! Für einen Bandol recht früh trinkreif, aber das liegt auch am Jahrgang 2002.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 26/12/2008
Fazit: Ein ganz toller Wein! 18,5/20

Chateau Beauregard, 1994, AOC Pomerol

Die Nase ist noch sehr schön, doch was danach im Mund kommt, ist fast schon ein Trauerspiel! Der Wein hat noch weiter abgebaut; Härte und Räucheraromen dominieren alles.

Notiz-Autor: Jens Lück
Degustationsdatum: 23/12/2008
Fazit: Macht keinen Spaß mehr. Sehr ärgerlich und zum Abgewöhnen! Die Nase rettet ihm die 13/20…
PS: An Weihnachten werde ich wohl die Finger von Bordeaux lassen.

Chateau Chasse-Spleen, 1990, AOC Moulis

Trauhafte Nase nach Brombeere, Birne und Pistazien. Im Mund schöne Frucht, etwas Lakritz, leicht rauchig, mittlerer Körper aber eine minimale grüne Note. Die verliert sich aber fast vollständig nach 30 Minuten Luftkontakt.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 20/12/2008
Fazit: Die Nase macht 18/20; insgesamt gute 16,5/20!

Mas Pountil, 2004, AOC Languedoc

Animalische Aromen, Röstnoten und Brombeere, extrem eigenständig. Sehr Terroir-geprägt und in seiner Stilistik erinnernd an z.B. Grecaux – Terra Solis.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 12/12/2008
Fazit: Für mich ein ganz toller Wein. Ich bin ein großer Fan von jenen Rebsäften, die das Terroir der "Terrasses du Larzac" so verinnerlichen und umsetzen! 18/20

Chateau Batailley, 1986, AOC Pauillac

Ich hatte ein wenig Angst vor einem "Tanninbolzen", doch weit gefehlt! Sehr gut erhalten, schöne Cabernet-Aromatik, gut integrierte Tannine, lediglich ein wenig Körper fehlt inzwischen.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 7/12/2008
Fazit: Macht immer noch Spaß! 16/20

Chateau Chasse-Spleen, 1991, AOC Moulis

Die Nase war Cabernet-lastig mit erdigen Tönen und etwas Eukalyptus. Im Mund wiederum kühle Aromen, mittlerer Körper und angenehme Tannine.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 29/11/08
Fazit: Mit Sicherheit über seinen Höhepunkt weg, dennoch eine angenehme Überraschung für einen 91er! 15/20

Ch.Grand Mayne, 1990, Saint-Emilion Grand Cru

Ich habe diesen Wein bereits vor etwa 2 Jahren einmal getrunken und war jetzt – ebenso wie damals – total fasziniert! Eine unglaubliche Eleganz, eine kühle Finesse, samtige, nicht zu vordergründige Frucht, Unterholznoten, wunderbar strukturierte Tannine, die die optimale Balance zwischen Festigkeit und Schmelz haben, lang, tief…..und noch viel mehr! Absolut auf der Höhe!

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 5/11/2007
Fazit: Steht auf der Liste meiner ewigen Favoriten auf Platz 2. Ein Beispiel für jeden Spitzenwein! Im Übrigen lässt sich anhand der Top-Bordeaux-Weine, die ich innerhalb der letzten 3 Tage getrunken habe eine interessante Beobachtung machen: Das Renomee der einzelnen Weine (und leider auch der ursprüngliche Einkaufspreis ca.2 Jahre nach der Ernte) ist umgekehrt proportional zur Qualität! Das hat natürlich keine Allgemeingültigkeit. Allerdings würde ich ohne jeden Skrupel behaupten, das so mancher Geheimtip/no-name-Wein einige der besten Crus in den Schatten stellt….und darum ist die (französische) Weinwelt auch für Durchschnittsverdiener so interessant! 19,5/20

Am 15/11/2008 erneut getrunken. Jetzt ist er (leider!) auf dem absteigenden Ast. Immer noch klasse, aber inzwischen etwas indifferent verglichen mit seinen besten Zeiten! 17/20