Chateau Palmer, 1991, AOC Margaux

Ein Cru classé mit sehr gutem Ruf, aber 1991 – ein sehr schlechtes Jahr! Ehrlich gesagt, war ich überzeugt, dass der wein hinüber ist. Weit gefehlt: Malzige Nase, Brombeere, Krokant; schöne Reifetöne. Im Mund das gleiche Spiel: Viel Wärme, seidig, tolle Frucht und weiche Tannine.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 15/11/2008
Fazit: Ein absoluter Kracher! Einer der besten – wenn nicht DER BESTE 91er Bordeaux, den ich je getrunken habe! Hat an diesem Abend sogar den 90er Grand Mayne geschlagen!
18/20

Mas Pountil, Gourmandise, 2006, AOC Languedoc

Der "kleine" Pountil ist ein authentischer Roter, der Spaß macht. Himbeere und Wacholder, recht tief, dicht und saftig.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 31/10/08
Fazit: Sehr schön mit einer kleinen Kritik: Vielleicht hätte dem Wein etwas weniger Extraktion gut getan (mehr Eleganz, dafür ein bisschen weniger Kraft). 15/20

Chateau Tour Haut-Caussan, 1995, AOC Médoc

Deutlicher, ziegelroter Wasserrand, verführerische Nase, im Mund elegant, etwas erdig, Amarena-Kirsche und leichte Maripannoten.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 1/11/2008
Fazit: Ein toller Wein! Und: Einer der Weine, die den Ruf der Bordelaiser Region rechtfertigen. 17/20

Chateau Maucaillou, 1996, Maucaillou, AOC Moulis

Nach dem Schreck mit dem 98er habe ich gleich meine vorletzte Flasche 96er aufgemacht und wenig erwartet. Aber die Überraschung war positiv. Erdig, leichte Mokka-Aromen, Cassis. Typischer Maucaillou.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 27/10/08
Fazit: Schöner Wein! 16/20

Chateau Maucaillou, 1998, Maucaillou

Der erste Moment des Buketts ist klasse: Zedernholz, Teer, schwarze Teeblätter, Sauerkirsche. Kurz darauf verliert das Bukett aber komplett und fällt fast in sich zusammen. Im Mund ist der Wein zu hart, säuerlich und hat kaum Körper.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 25/10/08
Fazit: Der Wein ist ganz klar über seinen Höhepunkt weg und ich bereue (mal wieder!!!), dass ich mich auf die Haltbarkeits- und Potentialprognosen der Bordeaux-Kenner verlassen habe. Die Flaschen, die ich vor 2-3 Jahren getrunken habe, waren sehr schön. Das, was jetzt im Glas ist, kann man vergessen. Jeder(!) Wein aus unserem Programm ist Klassen besser! Dummerweise habe ich noch 3 Flaschen. 12,5/20

Grès-Saint-Paul, Libertine, 2005, VdP d`Oc

Immer noch wunderbar frisch und spritzig auf der einen Seite, muscat-typisch mit würzigen Aromen auf der anderen Seite.Perfekte Balance! Der 2005er ist für mich der Inbegriff eines perfekten Muscat sec. Leider kamen die Folgejahrgänge nicht ansatzweise an den 2005er heran.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 15/10/2008
Fazit: Wunderbar! 17/20

Mas Domergue, Font d`Armand, 2004, AOC Languedoc

Dieser Wein macht an der Luft eine interessante Entwicklung! Zu Beginn war ich etwas enttäuscht, weil ich den Eindruck hatte, einen fast überreifen, extrem marmeladigen nur von der Frucht dominierten Wein im Glas zu haben. Nach mehreren Stunden Luft entwickelten sich komplexe Aromen, die für dieses Weingut typisch sind: Butter, schwarze Kirsche, Bleistift, Kräuter, Karamell und Vanille. Saftige Tannine und schöne Länge.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 14/10/2008
Fazit: Sehr schön! 17/20

Domaine des Grécaux, Hêméra, 2002, AOC Languedoc

Deutlicher Wasserrand mit bräunlichen Reflexen. In der Nase eher Krokant und Unterholz als – wie früher – fette Fruchtaromen und malzige Noten. Im Mund ein ähnliches Bild: leicht süßlich, mittelgewichtig mit sanften Tanninen.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 11/10/2008
Fazit: Deutlich über seinen Höhepunkt weg. Allerdings gilt das unter Vorbehalt, denn diese Flasche hat ein knappes Jahr bei Zimmertemperatur und zu wenig Feuchtigkeit verbracht (nicht bei mir!!!!).
Deshalb auch unter Vorbehalt: 16/20

Mas des Brousses, 2003, AOC Languedoc

Schwaches Bukett mit balsamischen Noten und etwas Brombeere. Im Mund wiederum schächlich, eher dünn und wenig strukturiert.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 4/10/2008
Fazit: Entweder der Wein hat nach seinem Höhepunkt (siehe letzte Degu-Notiz) im Zeitraffer abgebaut oder diese Flasche war eine Ausnahme. Unter Vorbehalt: 13,5/20