Chateau Lascours, Ambroisie, 2006, AOC Languedoc

Die große Cuvée von Lascours mit dem Namen L`Ambroisie ist in ihrer Jugend immer sehr stark vom Barrique geprägt. Manchmal sogar so sehr, dass ich schimpfe und den Wein mit irgendwelchen überholzten Spaniern vergleiche. Allerdings straft mich auch der 2006er, der jetzt absolut trinkreif ist, dadurch ab, dass er sich wunderbar rund zeigt. Eine schöne samzige Frucht steht samtweichen Tanninen gegenüber. Keine Spur von Holzüberhang!

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 28/12/2012
Fazit: Schöner Pic Saint Loup-Wein. 16/20

Mas Mortiès, Jamais Content, 2005, AOC Languedoc

"Jamais content" bedeutet "niemals zufrieden". Und ich kann dieser Cuvée, die sich seit Jahren auf sehr hohem Niveau präsentiert nur attestieren, dass sie mich außerordentlich zufrieden macht. Leider hatte ich nur diese eine Flasche, denn der Wein zeigt sich noch immer jugendlich mit viel Kraft, aber auch die Eleganz ist schon spürbar. Schwarze Früchte, Zedernholz, dunkle Schokolade und Garriguenoten mit einer noch etwas festen Tanninstruktur, die sich in den nächsten Jahren öffnen wird.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 27/12/2012
Fazit: Très content! 17/20 mit Potential für 18/20

Chateau Grès-Saint-Paul, Syrhus, 2005, AOC Languedoc

Angenehme Balance zwischen saftigen Tanninen mit einem leichten, gut eingebundenen Holzton und einer seidigen Frucht (Brombeere, Pflaume). Leichte Anklänge von schwarzem Tee. Ich glaube, er ist auf seinem Höhepunkt, wirkt aber trotzdem noch frisch und überhaupt nicht müde. Deshalb bin ich mir hinsichtlich der weiteren Lagerfähigkeit sehr unschlüssig.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 24/12/2012
Fazit: 17/20

Chateau Vannières, 2004, AOC Bandol

Ist aus meiner Sicht auf dem Höhepunkt. Wunderbare Bandol-Typizität, Lakritz, Rösttöne, Lorrbeer, Nadelhözer, Kirsche. Angenehme Tannine, tolles Finale.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 24/12/2012
Fazit: Klasse 18/20

Domaine Bourdic, Mia, 2010, VdP Côtes de Thongue

Diese neue Cuvée, die zusammen mit den Weinen "Dio" und "Tria" eine Art Trilogie bildet besteht aus Cinsaut (!) und Grenache. Ich war angesichts der Zusammensetzung total verblüfft über die Komplexität dieses Weines. Klar hat mich die Arbeit von Hans Hürlimann gerade hinsichtlich seines Umgangs mit der Grenache-Traube schon immer begeistert, aber in diesem Wein steckt so viel! Wunderbarer Schmelz, seidig, weich und lang, eine schöne "helle" Frucht, Frische und trotz der vielen Sonne eine "gewisse" Leichtigkeit.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 29/12/2012
Fazit: Geradezu genial! 18/20

Chateau Grès Saint Paul, Antonin, 2009, AOC Languedoc

Kommt mit 90-91 Parker-Punkten daher. Ich habe es selten erlebt, dass vom Parker-Clan ein solch eigenständiger Wein (und auf eine solche Art eigenständig) so hoch bewertet wird. Ganz klar mit animalischen Noten ausgestattet, Blaubeere, Kräuter, sehr samtiger Abgang.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 7/12/2012
Fazit: Interessant und mit Sicherheit ein Wein, der polarisiert. 16/20

Chateau Grès Saint Paul – Coté Sud 2011 (VdP d`Oc)

Jahrelang war dieser 100%-ige Merlot, der tatsächlich von der Südseite der Weinberge stammt ein reiner Kraftprotz, den man hervorragend zu Lamm oder Wild trinken konnte. Umso überraschter waren wir über diesen 2011er, der trotz seiner 14 Alkoholprozent mit einer nicht erwarteten Eleganz aufwartet. Dazu kommen kühle Noten, die ein ganz klein wenig Zitruscharakter zeigen, dahinter natürlich Brombeere und Kaffee. Ein toller Wein.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 6/12/2012
Fazit: Klasse! 17/20

Les Collines du Bourdic, Prestige, 2009, VdP d`Oc

Seit Jahren auf einem Niveau, von dem andere Caves coopératives nur träumen können. Der erste Jahrgang, den ich degustiert habe, war 1993! Angenehme Frucht, Cassis und Brombeere, ganz leicht erdige Aromen, schönes Holzspiel, etwas Süße im Abgang.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 11/09/2012
Fazit: Klasse! 16/20

Chateau Batailley, 2004, AOC Pauillac

Ich mache es kurz! Dieser Wein ist KEIN Batailley, wie ich ihn kennen und lieben gelernt habe. Wirkt geschönt und leicht "kalifornisch" und zeigt üpberhaupt keinen Charakter. Cabernet-Typizität muss man suchen.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 25/08/2012
Fazit: Sehr schade, dass man in Bordeaux nicht dem eigenen Stil treu geblieben ist! Dieser Wein ist für mich nur knapp 12,-€ wert. Preis-/Genuss-Verhältnis: 10/20, objektive Beurteilung: 15/20, subjektive Beurteilung vor dem Hintergrund, dass ich schon viele Jahrgänge Batailley getrunken (und geliebt) habe: 14/20