Chateau Maucaillou, 1996, Maucaillou, AOC Moulis

Nach dem Schreck mit dem 98er habe ich gleich meine vorletzte Flasche 96er aufgemacht und wenig erwartet. Aber die Überraschung war positiv. Erdig, leichte Mokka-Aromen, Cassis. Typischer Maucaillou.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 27/10/08
Fazit: Schöner Wein! 16/20

Chateau Maucaillou, 1998, Maucaillou

Der erste Moment des Buketts ist klasse: Zedernholz, Teer, schwarze Teeblätter, Sauerkirsche. Kurz darauf verliert das Bukett aber komplett und fällt fast in sich zusammen. Im Mund ist der Wein zu hart, säuerlich und hat kaum Körper.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 25/10/08
Fazit: Der Wein ist ganz klar über seinen Höhepunkt weg und ich bereue (mal wieder!!!), dass ich mich auf die Haltbarkeits- und Potentialprognosen der Bordeaux-Kenner verlassen habe. Die Flaschen, die ich vor 2-3 Jahren getrunken habe, waren sehr schön. Das, was jetzt im Glas ist, kann man vergessen. Jeder(!) Wein aus unserem Programm ist Klassen besser! Dummerweise habe ich noch 3 Flaschen. 12,5/20

Mas Domergue, Font d`Armand, 2004, AOC Languedoc

Dieser Wein macht an der Luft eine interessante Entwicklung! Zu Beginn war ich etwas enttäuscht, weil ich den Eindruck hatte, einen fast überreifen, extrem marmeladigen nur von der Frucht dominierten Wein im Glas zu haben. Nach mehreren Stunden Luft entwickelten sich komplexe Aromen, die für dieses Weingut typisch sind: Butter, schwarze Kirsche, Bleistift, Kräuter, Karamell und Vanille. Saftige Tannine und schöne Länge.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 14/10/2008
Fazit: Sehr schön! 17/20

Domaine des Grécaux, Hêméra, 2002, AOC Languedoc

Deutlicher Wasserrand mit bräunlichen Reflexen. In der Nase eher Krokant und Unterholz als – wie früher – fette Fruchtaromen und malzige Noten. Im Mund ein ähnliches Bild: leicht süßlich, mittelgewichtig mit sanften Tanninen.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 11/10/2008
Fazit: Deutlich über seinen Höhepunkt weg. Allerdings gilt das unter Vorbehalt, denn diese Flasche hat ein knappes Jahr bei Zimmertemperatur und zu wenig Feuchtigkeit verbracht (nicht bei mir!!!!).
Deshalb auch unter Vorbehalt: 16/20

Mas des Brousses, 2003, AOC Languedoc

Schwaches Bukett mit balsamischen Noten und etwas Brombeere. Im Mund wiederum schächlich, eher dünn und wenig strukturiert.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 4/10/2008
Fazit: Entweder der Wein hat nach seinem Höhepunkt (siehe letzte Degu-Notiz) im Zeitraffer abgebaut oder diese Flasche war eine Ausnahme. Unter Vorbehalt: 13,5/20

Domaine des Trois Pierres, 2006, AOC Costières de Nimes

Wie immer ein Spätzünder. Auch jetzt braucht er mindestens 2 Stunden Luft. Dann entfaltet sich eine wunderbare, breite Aromatik von Lakritz über Brombeere bis hin zu Tabak. Schöne Fülle und Länge, sehr seidig.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 25/9/2009
Fazit: Für mich ein ganz großer unter den günstigen Weinen. Ich würde selbst dann die Nase nicht rümpfen, wenn ich 10Euro für den Wein bezahlt hätte. 16/20

Mas Pountil, Gourmandise, 2004, AOC Languedoc

Die Farbe zeigt Reifetöne mit deutlichem Wasserrand. Im Bukett findet man Leder, Waldboden, Datteln, Pflaume. Im Mund erstaunlicherweise Restkohlensäure (an die ich mich nicht erinnere!) und deutlich animalische Noten, stark Carignan-geprägt und sehr interessant. Nach ein paar Stunden Luft entwickelt sich eine fette, sonnige Frucht, die animalischen Aromen sind nur noch zu erahnen und der Wein ist sehr saftig mit reifen Tanninen.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 23/9/2008
Fazit: Schade, dass dies die letzte Flasche war! 16/20

Chateau Gruaud-Larose, 2001, AOC St.Julien

Die Nase ist traumhaft (Gänsehaut!): Tiefe, tintige Noten, balsamische Aromen, Blaubeere, Röst- und Tabaknoten. Dann im Mund der Schock: Fast brutale, bissige Säure, wieder blaubeerige unharmonische Frucht, indifferente Tannine. Nach zwei Stunden Luft minimal besser.

Notiz-Autor: Jens Lueck
Degustationsdatum: 13/9/2008
Fazit: Bin sehr zwiespältig und habe wenig Einschätzung für die zukünftige Entwicklung des Weins. Ich baue mal auf die Bewertung von René Gabriel (19/20), denn ich habe noch fünf Flaschen im Keller. Ich habe den Wein blind gekauft auf der Basis alter, mir bekannter Jahrgänge und immerhin ist der Gruaud ein sogenannter Super-Deuxième! Die nächste Flasche werde ich frühestens in einem Jahr öffnen, denn zur Zeit nur 15,5/20.